Da wir diese Szenarien nicht mehr aufhalten werden, ist es nur richtig, sich zumindest postfaktisch dazu Gedanken zu machen. Werden wir unvollkommmenen Menschen gegen eine wachsende und immer perfekter funktionierende Masse an Maschinen bestehen können?

Wird ein superintelligenter Roboter, der 1000 Mal schneller reagieren und denken kann als jeder Mensch künftig die negativen Spielarten des menschlichen Geistes tolerieren? Schaufeln wir uns mit der Fortentwicklung der künstlichen Intelligenz nicht letztendlich das eigene Grab? Oder finden wir Techniken, die das Positive und das Negative (4. unilogisches Prinzip: Opfer und Täter!) in Balance halten? Kann es gelingen eine ethische Austarierung zu implementieren, die auch das Böse, das analytisch destruktiv, dissoziierende in Betracht zieht? Wird es also auch moralisch/ethisch unvollkommende Maschinen geben?

Aus unilogischer Sicht muss das so sein. Aber welche Art der Philosophie sollen wir den Maschinen nahelegen? Die Vorstellung des Diktats des Guten kann nicht in unserem Sinne liegen, denn dann würden die "guten Roboter" unsere Verfehlungen ahnden und uns zu unserem Besten maßregeln. Wir wären die Sklaven unserer eigenen paradiesischen Weltsicht, dass nämlich eines Tages nur das Gute regiert. Aber man male sich aus, was das in realiter bedeuten würde:

  • Keine Lügen mehr - auch keine Scheinheiligkeit mehr?
  • keine Heimlichtuereien - alles wäre bekannt und durchschaut!
  • keine Diebstähle mehr (auch geistige) - wer nichts hat, bliebe bei dem, was ihm zugestanden wird.
  • keine Winkelzüge, keine Tricksereien - alles käme auf den Tisch.
  • was wahr ist und wirklich definiert die Maschine - von uns programmiert spricht sie absolutes Recht!????
  • und am Ende programmiert sich die Maschine zum eigenen Perfektionismus selbst....

Mich beschleicht eine leise Ahnung, wie diese Form der Demokratie künstlicher Intelligenz aussehen würde.

Wir müssen jetzt beginnen mit unseren Nachfahren, unseren Kindern über diese Themen zu sprechen. Denn es gibt keine einfachen Lösungen. Es gibt nur viel zu tun...

 

Aktuell sind 37 Gäste und keine Mitglieder online