...im Großen und Ganzen sind die Unterschiede marginal. So marginal, dass es sich nicht lohnt über Einzelheiten zu streiten. Zwar machen sie das Leben abwechslungsreicher und bringen Spannung in die Hütten, am Ende jedoch ist die Verschiedenheit der Geschlechter - jedenfalls aus unilogischer Sicht - unbedeutend. Die Würde des Menschen (von Mann und Frau und Transsexuellen) ist unantastbar. Das gilt und wird ergänzt durch das Bemühen um Chancengleichheit: Unterstützung von Alleinerziehenden und sozial Schwachen. Gleiche Ausbildungschancen. Gleiche berufliche Qualifikations- und Aufstiegschancen. Das bedeutet auch gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit...

Unilogon folgt dem bundesrepublikanischen Vorbild und ist um Gleichstellung und Antidiskriminierung bemüht. Kinder werden noch immer unterschiedlich sozialisiert. Noch in den siebziger Jahren musste die Frau den Mann um eine "Arbeitserlaubnis" bitten. Die Tatsache, dass Frauen gebären zieht allerdings eine Ungleichheit nach sich, die es zu betrachten gilt: Schwangerschaft und Geburt bedeuten auch Kindbindung. Hier existiert eine natürliche Ungleichheit, die von Elternseite nicht übersehen werden darf. Natürlich kann Frau direkt nach der Geburt dem beruflichen Alltag frönen und natürlich kann Mann ihre Funktion einnehmen (na ja Mutterbusen gegen Plastikflasche eben!). Und es mag sein, dass Kinder künftig aus Gebärmaschinen stammen werden, so dass der Geschlechtsunterschied völlig verschwindet. Noch sind die äußeren Unterschiede jedoch offensichtlich. Und in der Betrachtung der Pubertät werden weitere offenbar. Die absolute Gleichmacherei mag eine Zukunftsvision sein, doch dann werden wir zu Replikanten...

Deshalb steht Unilogon noch immerauf der Basis der grundsätzlichen Gleichheit und Wertigkeit. Geschlechtsdifferenzen sind augenscheinlich und je nach Betrachter*Innenstandpunkt spürbar oder übersehbar. In der Summe sind die kleinen Unterschiede bestenfalls ein Grund für mehr Humor und Lebensfreude, aber niemals für Kämpfe und enrnsthafte Auseinandersetzungen mit schweren Folgen.

Übrigens: Im Biotrain-Verlag neu erschienen ist auch dazu von Edith Heiß "Sexus im Prozess Abwertung - über die toxischen Wirkungen von Tradition und gesundem Menschenverstand" (ISBN 978-3-947606-00-9; 19,90 Euro). Ein lesenswertes Buch, das allerdings keineswegs erkennen lässt, dass wir den Zustand der Gendergleichberechtigung bereits erreicht haben.

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