Im vierten unilogischen Prinzip steckt das Problem mit dem "Negativen". Wir sind gelegentlich Täter und töten oder verletzen und in der nächsten Minute werden wir zu Opfern und werden angegriffen. Die natürliche Existenz lässt wilde Katzen jagen und Wolfsrudel im Verbund morden. Sie ernähren sich von Fleisch. Ist das "negativ"? Wenn der Maßstab "Leben" bedeutet, dann wäre es eindeutig "negativ". Trotzdem folgen die "Mörder" nur dem vierten unilogischen Prinzip. Sie töten, um zu überleben. Wer einem verhungernden Eisbären zugesehen hat wie er verzweifelt versucht - gleichsam mit letzten Kräften - einen Seehund zu jagen, der/die wird verstehen, dass hier Überleben und Mordlust im Spiel ist. Das entspricht dem vierten unilogischen Prinzip: Täter sein, des eigenen Lebens willen.

Wenn wir jedoch massenhaft Fleisch produzieren und es dann im Überdruß auf die Müllkippe werfen, dann hat das mit wirklicher Täterschaft, eben mit dem "Negativen" zu tun. Hier geht es nicht ums Überleben, hier geht es um Maßlosigkeit und hier beginnt die Verantwortung.

Wenn wir dann lustvoll Feste feiern, um jeden Preis (um den Preis gegrillten Fleisches), dann beginnt die Frage nach dem Überleben erneut relevant zu werden. Warum müssen Tiere leiden für unsere Lust? Auch das kommt vor in der Natur und auch das ist nicht einfach nur als klar "negativ" betitulierbar. Wir können nur achtsam werden bezüglich unserer Motive und scheinbar einfachen Be- und Verurteilungen. Nichts ist einfach nur "negativ", weil es unserer Vorstellung nicht entspricht. Das "Negative" ist immer relativierbar und verlangt sorgfältige Betrachtung und viel Verantwortungsbewusstsein.

Fazit: Desintegration (Entropie) ist ein negativer Prozess, da er dem Leben abträglich ist. Er findet statt und ist nicht vermeidbar. Aber er ist zu reduzieren und mit großer Konzentration im Rahmen zu halten. Wenn er überbordet, hat das Leben ausgedient.

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