Einigen wir uns darauf, dass es den Deutschen und den Franzosen nicht gibt, auch keine typische Deutsche und keine typische Französin - nein, auch keine typischen Transgender. Dann erlaube ich mir jetzt die eine Sicht, die sich in sich selbst überschlagen mag:

Über allem steht Paris und nichts scheint ohne die Hauptstadt zu leben. Aber in der Peripherie, am blauen Südmeer - das mit der steinreichen Schickeria - da ist der kaiserliche Zentralismus noch nicht angekommen, da wird gelebt und gezockt als gäbe es nur einen einzigen Versuch, der zum bestmöglichen stilisiert werden sollte. Wir in Deutschland arbeiten...na ja, sonst saufen wir und bekommen auch wieder Kinder. Hier in Frankreich wird auch gearbeitet, später begonnen und rechtzeitig pausiert, es wird gelacht und auch geliebt, und es wird geleistet - was eben so zu leisten lebenszuträglich ist. Mit viel Geduld und einem Lächeln existiert Frankreich im Zustand dauerhafter Lebbarkeit mit viel weniger gesundem Essen und einer endlos prachtvollen Natur wie sie Gott ursprünglich im Paradies geschaffen haben muss.

Auch in Deutschland wird ungesund gegessen - meistens zu schnell und zu selten biologisch (da sind die Tricolores auch keine Vorbilder). Aber was zu lernen bleibt ist die Besinnung auf das Eigentliche:

  • Die Freundschaft
  • Die Gemeinschaft
  • Die Solidarität
  • Die Langsamkeit
  • Die Geduld
  • Der Humor

Diese alle scheinen in Deutschland zu Gunsten der Qualitätskontrolle zu leiden. Wir verkaufen für Unsummen und erwirtschaften Vermögen. Wir rödeln bis in die Pupillen und vergessen den tieferen Tagessinn: Das einfache Leben.

Deshalb erinnern mich jetzt bescheidene Tage auf dem Campingplatz an die Kraft romantisch schönwandlerischer Lebensart...in Frankreich so unilogisch, weil so überzeugend lebensecht und immer wahrhaftig.

 

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