Die Tour ist jedes Jahr ein hochkarätiges Spektakel und steht der Fußball-WM um nichts nach. Hier haben Top-Favoriten bereits Federn gelassen (Brasien, Spanien, Protugal und Deutschland sind raus) und das Halbfinale geht mit den Paarungen Belgien/Frankreich und England/Kroatien in den Endspurt. Der Juli verspricht spannende Momente und beweist zugleich, dass die Favoriten überbezahlt und überbewertet sind, weil sie auch nur mit Wasser kochen. Sowohl beim Fußball als auch bei der Tour werden wir sehen, dass die Normalos, die deutlich weniger Einnahmen generieren, ihr Handwerk ebenso verstehen wie die "Hochgehandelten".

Auch deshalb ist es wieder notwendig sich auf die Mitte zu besinnen und die Exzesse zu unterbinden. Unsere kulturelle Entwicklung sollte auf eine Stärkung der Mitte und des Unterbaus aus sein. Die wenigen Großabsahner benötigen keinen politischen Support. Trotzdem wird die soziale Komponente aktuell unterminiert (bei vollen Kassen). Unter "sozialer Komponente" verstehe ich allerdings ausschließlich "Hilfe zur Selbsthilfe", keine Almosenverteilung:

  • Gute Arbeit braucht guten Lohn.
  • Fleiß muss gefördert werden.
  • Wer sich für die Gemeinschaft einsetzt, kann auf die Gemeinschaft zählen.
  • Faire und aufrichtige Aktivitäten benötigen kollektiven Zuspruch.
  • Nicht die Macht der Stärkeren sollte staunen lassen, sondern der Mut der ethisch Standhaften.

Sport hat primär keine poitische Absicht. In Russland hat das Schicksal entschieden, dass Putin von seinen mittelmäßigen Fußballakteuren nicht weiter profitieren wird. Das ist gut so. In Frankreich darf die Begeisterung für den Radsport gerne wirtschaftlich genutzt werden, wenn die Begeisterung für die immer gleiche Tour de Dopings dafür abnimmt. Fromme Wünsche werden Herrn Froom nicht aufhalten und schlaue Blogs - wie der hiesige - das kranke System nicht erneuern. Trotzdem bleiben wir standhaft in der Forderung nach Fairness und Aufrichtigkeit, auch wenn es nur ganz wenige interessiert. Die wenigen sind mir die liebsten...

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