Gäbe es das Glück schlechthin, wir könnten es erzwingen - mit Drogen oder Psychedelika. Vielleicht wird es in den nächsten Jahren möglich sein, Glücksgefühle zu erzeugen - z.B. mit Oxytocin. Vielleicht wird es in Zukunft möglich sein, Menschen künstlich zu beglücken - mit Elektroden oder mit visuell-taktilen Halluzinogenen. Was wir nicht aktiv in uns erzeugen können, soll künstlich geschaffen werden. Pillen und Technik werden in den nächsten Jahren einen milliardenschweren Markt bedienen, der endlose Heilsversprechen in die Luft bläst. Allzu leicht werden wir von den leicht zu erringenden (käuflichen) Effekten angezogen und vergessen dabei, dass Glück bekanntlich nicht käuflich sein soll.

Glück folgt jedoch einer Kinetik. Es dauert nur kurz, wenn es sehr intensiv ist und es hält lange an, wenn es hart erarbeitet ist. Hier wird auch in Zukunft die Crux der Materie liegen. Alles, was von Dauer sein soll, braucht eine Vorlaufzeit oder einen Durchhaltewillen. Das kurze Glück ist meist ein Rausch, der in Kopfschmerzen endet. Deshalb ist erzwungenes Glück eher ein Tor zur anhaltenden Frustration.

Fazit: Wer nachhaltig glücklich sein möchte, der/die wird mit nachhaltiger Arbeit und konzentriertem Durchhaltevermögen die Sonne kennenlernen. Sie wärmt und spendet Energie. Wer ihr jedoch zu nahe kommt...

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