Die Hierarchie der Zweiradmobilität ist nach ökologischer Wertigkeit wie folgt zu deklarieren:

1. Herkömmliche Fahrräder

2. E-Bikes oder Pedelecs [Pedal Electric Cycle] (bis 25 km/h, bis 250 Watt)

3. Elektro-Leicht-Mofa (bis 20km/h bis 500W) ohne Eigenaktivität, reines Elektrofahrzeug, war früher das eigentliche E-Bike.

4. S-Pedelecs (bis 45 km/h, bis 4000 Watt) sind nummernschildpflichtig, erst ab 16 Jahren, mit Führerschein ab Jahrgang >1965.

Grundsätzlich finden sich die meisten E-Bike-Fahrer*Innen auf den herkömmlichen Radwegen wieder. Sie konkurrieren hier mit den normalen Radfahrer*Innen. Eigentlich handelt es sich aber um Mofas mit Elektroantrieb (siehe 3.). Diese sollten ebenso wie die S-Pedelecs (vergleichbar den Mokicks, Mopeds oder Rollern) besteuert werden, zumal sie keiner optimalen ökologischen Logik folgen - wie es die Radfahrerer*Innen tun.

Da Radfahrer*Innen die beste ökologische Bilanz hervorbringen, sollte ihnen freigestellt sein, wo sie sich bewegen und dies unabhängig vom möglichen Gefahrenpotential. Ein ökologisch wertvolles Vorgehen muss mit maximaler Freiheit belohnt werden. Eine unökologische Verhaltensweise solte hingegen begrenzt werden. Dies würde z.B. auch bedeuten, dass SUVs oder Geländewagen entsprechenden Einschränkungen unterliegen sollten. Sie verbrauchen mehr, ohne erkennbaren Nutzen.

Ein aus unilogischer Sicht sinnvoller Umbau bedeutete mehr Freiheiten für Fahrradahrer*Innen, mehr Pflichten und Belastungen für Inquinationsmacher*Innen (E-Bikes, Pedelecs, Autos etc.) in einer nachvollziehbaren Hierarchisierung. Mehr Schadstoff, bedeutete mehr Pflichten oder/und mehr Kosten. Ausgenommen werden sollten Menschen mit nachgewiesenem Handicap.

Am Ende würde das puristische Radfahren nur durch die Herstellung des Rades selbst die Ökobilanz schmälern und damit die beste Note bekommen. Die Elektromotorisierung würde zwar einen kleinen Minuspunkt erhalten, wäre aber in Form des E-Bikes gut aufgestellt, während die exzessiv-narzistischen Formen der Mobilität (Angeber*Innenautos, die kein Mensch braucht, Geländewagen und SUVs etc.) die schlechtesten Karten hätten.

Wohl gemerkt, es geht nicht um die Ausrottung der Minderwertigkeit und des Narzismus (meistens bei Fahrer*Innen von "Angeberfahrzeugen" ausgeprägt), sondern viel mehr um eine progressive Normierung unseres Selbstverständnisses bezüglich neuer Mobilitätsformate.

Viele junge Menschen legen keinen Wert mehr auf die Showeffekte, die Mobilität implementieren kann. Sie möchten sich ökologisch fortbewegen können und pfeifen auf das Imagesymbol Fortbewegungsmittel. Dann wäre der Weg zum guten alten Fahrrad am kürzesten: Gesund und günstig!

Aktuell sind 96 Gäste und keine Mitglieder online