Jan Cederquist - Magie des Zufalls

Jan Cederquist; Magie des Zufalls - Wie Synchronizität unser Leben bestimmt, Kailash Verlag 2010.

 

Kunst oder Zufall, Glück oder Schicksal?"Bei allem Respekt Chales Darwin gegenüber - aber seine Lehre deckt nur einen Teil der Wahrheit ab. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die Giraffe ihren Hals deshalb ausgebildet hat, weil Geschöpfe mit langem Hals am leichtesten an Futter hoch oben in den Bäumen herankommen. Daraus zogen sie Überlebensvorteile, entwickelten größere Kräfte und waren von daher auch die gesuchteren Fortpflanzungspartner. Auf diese Weise dominierte und verstärkte sich die Veranlagung für den langen Hals in ihrem Erbgut über die Jahrtausende hinweg.

Das ist zwar eine plausible Erklärung, doch mich stellt sie nicht zufrieden. Es muss noch etwas anders geben. Dabei denke ich keineswegs an die biblischen Geschichten unserer Kindheit, als man uns von einem alten Mann mit Rauschebart erzählte, der von seinem Himmerlstrohn zur Erde niederblickte und mit Donnerstimme rief: "Es werde Leben!" Es muss eine Wahrheit jenseits dessen existieren, wie ein "Drehbuch" für unsere heutige Zeit, auch wenn es bis zur Stunde vielleicht noch gar nicht fertig geschrieben ist.

Meiner Überzeugung nach wird diese neue Geschichte von einer nichtmateriellen Realität handeln, einer Sphäre von Intelligenz, Bewusstsein, Information und Energie, die - unabhängig von Zeit und Raum - immer und überall existiert. Eine Sphäre, die sich als die größere Realität erweisen wird, größer und weit jenseits unserer kleinen, sachlich fasssbaren Wirklichkeit.

Unser kleines Individualbewusstsein ist Teil jenes größeren Bewusstseins, auch wenn wir uns dessen selbst nicht bewusst sind... So wie eine Zelle in meiner großen Zehe sich wohl nicht darüber im Klaren ist, dass sie als Teil eines größeren Ganzen, nämlich meiner Person, existiert. Ich hingegen, als das größere Ganze, bin mit der Existenz dieser Zelle sehr wohl bewusst. Allerdings weiß ich meinerseits nicht viel über das größere ganze, dessen Teil ich selbst vermutlich bin. Das kann ich nicht wissen, es aber immerhin glauben."

 

(Auszug aus Seite 74-75 s.o.)

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