Shankara - Alles kommt aus Einem

Die hinduistische Philosophie des Shankara

 

Shankara lebe von 788-820. Er wurde in Südindien geboren und entstammte wohl einer brahmanischen Familie. Im Alter von 32 Jahren starb er im nordindischen Kedarnath. Er reformierte die hinduistische Tradition als Antwort auf ein Anwachsen des Buddhismus in seinem Lande.

Wenn alles aus Einem kommt, gibt es keine Zeit mehr!In der ältesten Religion der Menschheitsgeschichte - im Hinduismus - gab es damit im 8ten oder 9ten nachchristlichen Jahrhundert eine nach Shankara benannte Strömung, die behauptete, dass hinter allen hohen und niederen Gottheiten eine einzige Kraft stehe, eine Art geistige Kraft, etwas Transzendentes, eigentlich etwas, was alles ausmacht. Shankara ging davon aus, dass die von uns als real wahrgenommene Welt eine Täuschung sei und dass es in Wriklichkeit nur eines gebe: Advaita-Vedanta (die Lehre von der Nicht-Zweiheit). Diese Lehre zeigt bereits Ansätze der aktuellen unilogischen Vorstellung.

Der Advaita Vedanta führt zum eigenschaftslosen Absoluten, zur Konstanten, zum Unendlichen, zum Nicht-Sein im Sinne des einen reinen Seins, zum Unbedingten, zur Einheit- Nicht-Zweiheit. Diese Lehre enthält keine Vielgötterei, keinen Immanentismus und keinen Psychismus mehr. Das individuelle Selbst (Atman) ist eins mit dem absoluten selbst (Brahman).

Im Prinzip gilt Brahman als undefinierbar und bar aller Attribute als ein Sein (sat), als Bewußtsein (cit) und Glückseligkeit (ananda). Wenn Atman und Brahman identisch sind, dann folgt daraus, dass es weder viele Dinge noch viele unterschiedliche Selbst gibt.  Alles ist eins mit Brahman. Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Welt ist Illusion (Maya). Sie erscheint  dem Menschen nur im unerlösten Stand der Unwissenheit als real.  In dieser Maya-Scheinwirklichkeit präsentiert sich Brahman für den unerlösten Menschen als ein persönlicher Gott mit menschlichen Eigenschaften. Er wird als Herr (Ishvara) und Herrscher unter verschiedenen Namen verehrt (Vishnu, Shiva, ...). Die vollkommene Erlösung aus der Maya-Schienwelt gewinnt der Mensch aber nur durch die höchste Erkenntnis des All-Einen, der Erkenntnis der Identität des Erkennenden mit Brahman, dem absoluten, transzendenten, unpersönlichen Sein.

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