Religion und Wissenschaft

Die beste Lösung liegt immer in der Integration. Deshalb ist Integration auch Ausdruck des Guten und Anzustrebenden. Wenn zwei Anteile sich zu bekämpfen scheinen, dann hilft die Integration. Dies gilt vor allem für zwei Herangehensweisen, die sich seit Jahrhunderten mit Vorwürfen begegnen: Religion und Wissenschaft.

So wie Religion und Wissenschaft nur Ausprägungen des EINEN sind, so bilden sie im Grunde nicht ALLES ab. Sie sind aber in ALLEM, in dem EINEN integriert.

Die Religionen dieser Welt sind geistige Annäherungen an eine überirdische Wirklichkeit, die sich mit der weltlichen Wahrnehmung zu verbinden sucht.

Die Wissenschaften dagegen behaupten eine Welt aus Teilen und mit Hilfe von Methoden analysieren und zerlegen zu können. Sie können nicht leugnen - in ihrem Bemühen um Objektivierung - immer ein Teil dieser Wirklichkeit selbst bleiben zu müssen.

 

Schematisch bildet sich das in etwa wie in der nachfolgenden Grafik ab. (Übrigens können Sie Ihre Wirklichkeitswahrnehmung gerne einmal testen: Welche der beiden Quadrate in unten stehender Graphik ist größer, das der "Wissenschaft" oder das der "Religion"? Die richtige Antwort finden Sie am Ende des Textes.)

 

Während die Wissenschaften sich immer im Rahmen des Wahrnehmbaren und Messbaren bewegen, reichen die Religionen über den Rahmen des Wirklichen hinaus und schaffen sich ihre Wirklichkeiten, die aber keineswegs mit einer hier postulierten Wirklichkeit übereinstimmen müssen - also prinzipiell über das Ziel hinausschießen.

Grundsätzlich ist es jedoch möglich, dass sich die Religionen oder einige Religionen ebenfalls im Rahmen des Wirklichen bewegen, also gemeinsam mit den Wissenschaften den Rahmen der Wirklichkeit gar nicht verlassen. Dann reicht ihr Erkenntnishorizont jedoch im Unterschied zu den Wissenschaften zu Ufern, die mit den Mitteln der Wissenschaften nicht erfahrbar sind.

Das Unilogon plädiert deshalb für eine Synthese beider Wahrnehmungshorizonte. Beide Methoden sollten sich öffnen und ihre Mittel schärfen, damit Erkenntnis noch besser auf den Wirklichkeitshorizont zugeschnitten werden kann.

Der Kampf zwischen Religion und Wissenschaft ist ein Luftgefecht. So wie die Wissenschaften künftig nicht solistisch in der Lage sein werden die gesamte Wirklichkeit zu besetzen, so werden die Religionen daran scheitern eine moderne Welt mit rein religiösen Inhalten zu besetzen.

Es braucht deshalb einen neuen Rahmen - z.B. den unilogischen - innerhalb dessen alle Methoden und Modelle eine gleichberechtigte Heimatstatt finden können, um sich im Ringen um die Wahrheit und die Wirklichkeit (wenn es sie denn so gibt!?) zu beweisen.

Die Wirklichkeit ist eine Potenzialität und gebiert sich in jedem Augenblick neu und unerwartet unmöglich oder möglich. Sie ist die Summe eines Weltgeistes, den viele helle Köpfe bereits erahnt haben, und den wir Menschen mit unserem Handeln wesentlich mitbestimmen.

Deshalb ist es so entscheiden wichtig, das wir uns um eine integrative Handlungsweise bemühen, und dass möglichst viele Menschen dazu beitragen diese Welt zu verbessern (im Sinne des Prinzips VI: Verantwortung und Biophilie). Jede passive Einstellung ist eine Einstellung, die Desintegration vermehrt und das Negative wachsen läßt. Deshalb ist es notwendig im Sinne der Sieben Unilogischen Prinzipien aktiv zu werden.

 

(Die Antwort: Das "Religions-Quadrat" erscheint größer, ist aber natürlich - die Frage implizierte es wohl - exakt so groß wie das der "Wissenschaft".)

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