Wer hat nicht schon einmal über den Ausstieg aus dem alltäglichen Hamsterrad nachgedacht? Wer wollte nicht schon längst einmal genau das machen, was er/sie schon immer sehnsuchtsvoll über Jahre in sich trägt?

Oder ist es nur eine kleine Minderheit, die sich für ein freies und selbstbestimmtes Leben interessiert, die auf die kostspieligen Annehmlichkeiten verzichten möchte, die der hohe Verdienst aus abhängiger Tätigkeit garantiert?

Auf jeden Fall gibt es wesentliche Gründe es nicht zu tun: Familie, Kinder, Angst und finanzielles Unvermögen

'Was also tun' sprach Zeus und legte sich auf die Matratze.

Am 26. Mai waren Gemeinderats -Kreistags- und Europawahlen. Jungwähler*Innen durften bereits ab 16 Jahren für den Gemeinderat abstimmen. Die Ergebnisse sprachen für sich. Die Konservativen mussten Land abgeben, während die Grünen ihren Siegeszug fortsetzten. Sie setzten ihn deshalb fort, weil sie bereits seit 30 Jahren am Siegen sind und sich seitdem unaufhaltsam in die Mitte der Gesellschaft drängen und dabei die SPD ablösen. Neben dem Versickern der SPD zeigen sich aber zwei weitere Phänomene: Zum einen gewinnen Ultrakonservative zeitweise an Kraft (AfD und in geringerem Maße der linke Rand) und zum anderen verliert die CDU ihre bisherige Stammwählerschaft durch Überalterung.

Was wie eine Verschwörungstheorie klingt ist nichts, was ich an dieser Stelle beweisen werde. Es bleibt also eine Verschwörungstheorie, die mit Verschwörung nicht das geringste zu tun hat, weil sie sich gegen Goliath verschwört. Goliath braucht keine Lobby und keinen Anwalt.

Goliath, das sind die Handvoll Männer (denn es sind meistens Männer!), die sich aufgeschwungen haben diesen Planeten zu regieren. Sie besitzen Abermilliarden und wissen nicht mehr wohin damit. Sie verdienen täglich mehr ohne es eigentlich jemals verdient zu haben und sie bereichern sich an der Arbeit der Massen. Sie haben keine 40 Milliarden in ihren Kellern und keine 600 Milliarden, sondern das Mehrfache dessen, was ganze Staaten zu ihrer Haushaltsführung benötigen.

Woher ich das wisse, werden Sie fragen...

In den vergangenen hundert Jahren gab es viele bedeutsame Entwicklungen. Eine zentrale hat die "Bildung des Menschen" zum Thema. Kinder erleben die Kultur ihres Geburtslandes (wenn sie nicht laufend auswandern!). Sie gehen in den Kindergarten und in die Schule. Im Elternhaus erfahren sie worauf zu achten sein soll in diesem Leben (wenn man das dort für sinnig hält!). Und in weiterführenden Schulen lernen sie immer etwas mehr und etwas komplexer...bis sie schlußendlich in der Lage sind Gesellschaftsleben mitzugestalten. Kinder werden nach dieser Vorstellung mit jeder Generation immer schlauer, reifer  und gesellschaftsfähiger.

Aber halt! Das würden wir uns so wünschen, denn die Wirklichkeit sieht anders aus....

Die Christen feiern Weihnachten und der der Papst hällt eine Neujahrsansprache. Vielleicht hat das Sol-Invictus-Fest (Geburt der Sonne), der damaligen Heiden (der Römer) als Vorlage für die Weinachtsfeierlichkeiten gedient. In jedem Falle hat die Geburt Jesu - wann auch immer sie stattgefunden haben soll - eine unendliche Kette an Irrungen und Verwirrungen nach sich gezogen - und das bis zum heutigen Tag. Dieses Phänomen ist kein urchristliches, sondern vielmehr der Tatsache zu verdanken, dass Religionen auch mit Macht und Einfluss mit Anspruch und Durchsetzung verbunden sind. Daraus erwachsen Zwistigkeiten, die in bis in die Gegenwart auf dem Schlachtfeld gelöst werden.

Aus unilogischer Sicht ist Religion solange tolerabel (erträglich, duldbar) als sie keinen Kriegsgrund vermittelt. Oder anders ausgedrückt, solange Soldaten im Namen irgendeines Gottes, eines Geistes oder einer Schrift in den Krieg ziehen, solange erhalten die Verursacher keinen unilogischen Freibrief. Die unilogische Vorstellung ist zutiefst pazifistisch. Sie lehnt die Herrstellung von Waffen zu Zwecken der gegenseitigen Auseinandersetzung ab. Sie erlaubt (noch) die Ausrüstung innerstaatlicher Ordnungskräfte mit Waffen (Polizei). Einen Geheimdienst, eine Bewaffnung von Grenzbediensteten oder von anderen staatlichen Organen lehnt Unilogon kategorisch ab. Frieden schaffen mit Waffen ist eine Illusion. Bis heute wurde es noch nicht erreicht. Frieden schaffen ohne Waffen ist ein Auftrag, den es gegen den Widerstand von kranken Köpfen zu erringen gilt. Diese kranken Köpfe meinen, dass nur der/die Stärkere wirklich Frieden erhalten kann. Das war in der Vergangenheit nicht so und es gibt keinen Grund zur Annahme, dass es künftig so sein wird. Dieser Planet steht vor der nächsten Herausforderung...

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