Wer kennt das nicht? Jemand nutzt die Gutmütigkeit des anderen. Die soziale Ader oder das schlechte Gewissen des Gegenüber sind leichte Beute für Wünsche und Erwartungen bestimmter Menschen. Doch wann ist eine Erwartung zu hoch angesetzt? Wann wird eine soziale Leidenschaft zu gnadenlos ausgenutzt? Zuerst ist der objetivierbare Status des Mitmenschen einzuschätzen. Dazu bedarf es für alle gültige Merker oder Prämissen, die eine Objektivierung möglich machen. Nicht jeder Nutzen ist auch wirklich für alle ein Nutzen. Was dem einen nützt und Freude bringt, ist des anderen Leid. So schwankt also die Skala des objektivierbaren Nutzens je nach Betrachtungswinkel und Beurteilungsmaxime.

Ist alles nur relativ und gibt es keine Möglichkeit sich eine sichere Position zu verschaffen?

Da ich selbst zu den Scheinheiligen gehöre, fällt es mir leicht zu diesem Thema zu schreiben. In der Tat gebe ich mich besser - scheine also besser - als ich in Wirklichkeit bin. Ich bin bemüht ein gutes Bild nach außen abzugeben und kümmere mich um soziale Belange anderer. Dabei rechne ich mir bestimmte Dinge besonders hoch an und verweise auf die entsprechende Leistung, indem ich bescheiden den Kopf senke und sie gleichzeitig relativiere. Als Pharisäer folge ich also einer Doppelmoral, gebe etwas vor, was ich in Wirklichkeit nicht umsetze. Manchmal gebe ich mich besonders freundlich oder behaupte nichts gewusst zu haben. Oder wussten Sie als aufgeklärte/r StaatsbürgerIn, dass täglich Menschen an Hunger sterben,  dass über 68 Millionen Menschen als Vertriebene gelten und dass es unzählige Krankheiten gibt, die unsere Population dezimieren? Natürlich wussten Sie, dass es Zahlen dazu gibt, und ja, Sie waren sich im Klaren, dass wir nicht alles im Lot haben auf dieser Welt. Und ganz sicher wussten Sie auch, dass Corona keine Spanische Grippe ist und auch keine Grippeepidemie von 2017/18 in den Schatten stellen kann. Die Zahlen von Corona reichen nicht an die durch Tuberkulose Betroffenen, die HIV-Erkrankten, die Lepra- und Cholerakranken, aber mittlerweile an die mit Pneumokokken, Hepatitis, oder gar Meningokokken und Keuchhusten Erkrankten heran.

Weshalb also scheinheilig vorgeben, dass die größte aller Katastrophen im Anmarsch sei, wo doch der ganz normale Wahnsinn regiert?

CoVid19 (SARS-CoV-2) ist für den französischen Präsidenten Grund genug für eine Kriegserklärung. Die deutsche Kanzlerin sieht sie als größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg. Zeit also, sich dem Thema zu stellen und zu den aktuellen Zahlen Relationen zu bilden. Bis zum heutigen Mittwoch, den 18.03.2020 sind weltweit - in den 166 betroffenen Ländern - etwa 8600 Menschen gestorben. 84.000 Menschen sollen wieder geheilt sein ( https://experience.arcgis.com/experience/685d0ace521648f8a5beeeee1b9125cd). In Deutschland sind bislang 8200 Fälle gezählt worden (zum Vergleich in China: 81.100, Italien: 35.700, Iran: 17300, Spanien: 13700). An Corona gestorben sind in Deutschland bisher etwa 20 Menschen. Alle Zahlen sind sehr unterschiedlich zu gewichten. Schwellenländer und Unruhestaaten sind wahrscheinlich nur unzureichend in der Lage ein stimmiges Bild der Wirklichkeit in ihren Zahlen zu erzeugen. Auch in Europa wird das Bild durch unterschiedliche Gesundheitssysteme und Screenigmethoden verwischt. Die statistischen Erhebungstechniken sind meist nicht bekannt, die Quellen uneinheitlich und die Wirklichkeit meist bereits einen Schritt voraus.

Doch, was haben die Coronafälle mit dem Klima zu tun?

Corona-MassenWas wir weltweit erleben, ist die logische Folge einer bereits zyklischen Wirtschaftskrise. Die Weltgemeinschaft schwört auf Profit um jeden Preis, auf Wachstum und auf das gnadenlose Recht des/der Stärkeren. Solange wir Waffen gegen unsere Nachbarn bauen, Territorien willkürlich erweitern und die Vorherrschaft anstreben, wird es auf diesem Planeten keinen Raum für Menschen geben. Wir werden uns schlußendlich selbst eliminieren. Die Auslöschung wird über die Zerstörung der Ökosphäre geschehen. Indem wir den Jahrttausende alten Klimazyklus ruinieren, zerstören wir unsere Lebensgrundlagen. Wetterveränderungen und riesige Menschen-Flucht-Ströme werden für ein weltweites Chaos sorgen. Die liberalen sozialen Gefüge werden in rigorose Autoritätssysteme münden, die alle lebenswerte Freiheit beschneiden. Rationierungen und nachfolgende Dissoziation werden uns auf eine mittelalterliche Entwicklungsstufe zurückwerfen.

Damit diese Szenarien niemals eintreten, müssen wir JETZT verstehen, was wirklich notwendig ist und das Ruder herumwerfen:

...kann eigentlich in der postmodernen Gesellschaft niemand. Wir haben uns zu Sklaven unseres Wohstands gemacht und funktionieren nach dem Rhythmus der von uns geschaffenen Technik. Einige haben bereits nach der Geburt finanziell ausgesorgt. Für die sind diese Zeilen nicht gedacht. Die anderen regieren oder elaborieren, was sie am Leben erhält. Sie laufen Ideen und Grundeinstellungen, Ideologien und Fanatismen, Glaubensgrundsätzen und anderem Anerzogenem hinterher. Sie suchen den Spaß und finden die kurzweilige Abwechslung im Angebot der Industriegesellschaft - die wirkliche Befriedigung finden sie nicht.

Aktuell sind 97 Gäste und keine Mitglieder online