Irgendwie sind wir wohl alle etwas balllaballa. Einerseits existiert ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Sicherheit, andererseits sind die Medien voller Mysterie und Aktion. Einserseits ist das dann auch lebensgefährlich, aber im Film passiert eben nichts wirklich Gefährliches. Einerseits sind wir seit Jahrtausenden bemüht die Ängste zu reduzieren, andererseits macht Gruseln offensichtlich auch Spaß.

Wir haben den Sicherheitsfaktor in der westlichen Welt so weit erhöht, dass wir es uns nun leisten ihn mit Hilfe der Social Media zu boykottieren. Wir reden uns gleichsam gegenseitig ein, dass die Welt doch immer gefährlicher und unsicherer wird. Obwohl das Gegenteil der Fall ist, glauben wir an die Aufschneider-Geschichten des Nachbarn und bewerten die eigene Wahrnehmung nachrangiger. Eben eine schizoide Verhaltensweise - als bräuchte es den Kitzel der Ungereimtheit.

Klar: Viren, Bakterien, Bakteriophagen und anderes Ungeziefer. Die machen uns funktionsuntüchtig...Die wichtigsten Krankmacher sind jedoch WIR-SELBST.

Indem wir das Dreigestirn aus Körper Geist und Seele nicht richtig bedienen, werden wir krank. Es gibt kein Patentrezept für das richtige Gesundheitsbewusstsein, aber es gibt - ebenso wie es Sieben Prinzipien für ein gutes Zusammenleben gibt - Prinzipien für ein gesundes Leben. Lassen Sie uns also an dieser Stelle etwas darüber philosophieren. Sicherlich benötigt jedes Individuum unterschiedliche Portionen und den entsprechenden Mix, aber die Grundprinzipien sind gleich - für die meisten (wie schon an anderer Stelle gesagt - für alle geht nicht).

Wer sich durch Europa bewegt, der/die wird feststellen, dass es die Gleichheit nicht gibt. Arm und Reich vegetieren und genießen gemeinsam, was sich ihnen bietet. Die einen mögen faul und bequem sein, weil sie geerbt haben. Sie haben ein luxuriösen und angenehmes Leben - fernab aller Sorgen. Die anderen mögen faul sein und bequem, deshalb eben geld- und mittellos und...

Wir kennen diese Vorurteile und Klischees. Trotzdem bleibt die Frage, was zu tun ist, damit die Schere nicht zu groß wird? Soziale Ungerechtigkeit birgt das Risiko sozialer Unruhen!

Ich wurde in den vergangenen Jahren immer wieder dafür angegriffen, dass ich Geld verlangt habe - für meine Ideen. Grundsätzlich sind Ideen kostenfrei. Sie unterliegen keiner künstlichen Begrenzung. Da etwa 33 Prozent der Menschheit als indifferent einzustufen sind - ihnen ist sehr Vieles oder fast alles "scheiß egal" - macht es Sinn, sie für diese Gleichgültigkeit zur Kasse zu bitten.

Unilogon folgt einer Verantwortungsethik. Wer sich seiner Verantwortung nicht bewusst ist, muss kein schlechter Mensch sein. Er/sie lebt einfach, und das darf so sein. Wer jedoch eine gewisse Verantwortung für sich, das Leben und die Erde wahrnimmt, der/die muss auch leben dürfen. Deshalb ist die monetäre Belohnung für die Wahrnehmung von Verantwortung sinnvoll.

Es gibt sie nicht "die Franzosen", aber es gibt die vom Jura bis Südfrankreich (das ist die Strecke die wir in den vergangenen drei Tagen gemacht haben) vorhandene, gelassene Freundlichkeit. Es gibt auch die kleinen, sich allmählich leerenden Dörfer und die lustvollen Metropolen mit den bekannten sozialen Problemzonen. Und es gibt eben die vielen Dinge, die wir gelegentlich aus der falschen Perspektive wahrnehmen - eben falsch herum... (das kleine Titelbild ist übrigens aus Lyon - in einer mehrfach ungewöhnlichen Perspektive)

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