In der Psychodynamik spielt das EGO (Ich-Konstrukt) eine entscheidende Rolle. Im Laufe der kindlichen Entwicklung bilden wir uns über täglich sich wiederholende Indentifizierungen (Eltern oder Freunde , andere Menschen als Vorbild) ein Ich-Konstrukt, das uns in unserer Alltagsfunktionalität abbildet. Indem wir Objekt-Repräsentanzen entwickeln, gelingt es uns in der Ich-Funktionalität zu bestehen.

Wenn Krankheit als eine Art Störung des körperlichen, geistigen und/oder seelischen Wohlbefindens festgelegt wird, dann wird es wohl kaum gesunde Menschen geben. Aus unilogischer Sicht gibt es keine kranke Seele.

Viele Menschen antworten auf die Frage nach dem Glück mit dem Bedürfnis nach Zufriedenheit. Aber ist es auf dieser Erde wirklich angemessen "zum Frieden" zu kommen? Ist das nicht der Zustand des Todes, der Bewegungsunfähigkeit und der Stase?

Seit vielen Jahrtausenden spukt das Dreigestirn aus Körper, Geist und Seele durch Literatur und Weltgeist. Wir benutzen diese Ausdrücke ganz selbstverständlich und versuchen hier eine zeitgemäße unilogische Deutung:

Der Körper, das ist die aus Materie (Atome, Quarks und Fermionen) bestehende Grundsubstanz, die den Geist beherbergt. Der emergiert gleichsam aus der Muliplexizität der neuronalen Struktur. Sprich: Dort wo viele Nerven zusammenkommen (z.B. im Gehirn) entsteht das, was wir als Geist bezeichnen.

Der Geist denkt und rechnet, er koordiniert die Sprache, sucht und kombiniert, er fühlt und liebt auch über den Körper. Aber das, was er emotional wesenhaft erfährt überträgt er als Gelerntes in den Komplex der Seele. Er verkörpert gleichsam den Praxisteil der Würde (äußere Würde), der uns Ansehen und Einfluss verschafft, immer im Bemühen uns äußerlich aufzuwerten.

Die Seele - als quantenphysikalisch unsterbliche Entität - hat sich mit Körper und Geist verbunden. Sie besteht aus Informationen und Energie. Ihre Aufgabe besteht im Lernen oder anders ausgedrückt in irdischem Wachstum. Ihr attribuiert ist die innere Würde. Sie ist unantastbar und immer gleich viel wert.
Das, was wir auf dieser Erde entwickeln können, sind Körper und Geist. Beide zerfallen nach dem Tod. Es macht also nur insofern Sinn Energie in die Entwicklung von Körper und Geist zu stecken, als beide der Seele in ihrer Entwicklung dienlich sind. Am Ende tradiert allein die Seele das Gelernte in die nächste Dimension.

Das Seelenmodell setzt keine höher Macht voraus. In diesem Seelenmodell ist der Mensch Teil oder gar ganz diese Macht. Wenn alles aus Einem kommt und alles in Eines zurückkehren kann, dann ist eigentlich alles EINES. Es gibt kein Gegenüber, also keinen Bestimmer oder Gott (schon gar keinen männlichen). Alles ist Alles oder nicht. Ich bin du, du bist ich. Ich bin nicht du, du bist nicht ich. Wir erleben unterschiedliche Erscheinungsformen. Eine hier auf dieser Erde mit ihren scheinbaren Dualitäten. Am Ende (das es wahrscheinlich nicht gibt, sondern das uns nur auf dieser Erde so erscheint) ist alles Eins, und ich bin du und du bist ich. Also sollten wir aufhören uns zu quälen mit unseren Verschiedenheiten, sondern sie feiern.

Aus unilogischer Sicht ist das Dreigestirn (Körper-Geist-Seele) die irdische Formation, die Lerneinheit einer unilogischen Singularität (Seele), die sich an verschiedenen Orten - in verschiedenen kosmischen Dimensionalitäten -  weiterentwickelt. Sie leidet, lebt und liebt. Für das Überleben leistet sie gelegentlich Beträchtliches. Wenn Sie am Ende in der Liebe aufgeht, hat sie ihr optimales Ziel erreicht und sich des Lebens würdig erwiesen.

Nein, es geht hier nicht darum den Fortschritt zu verteufeln. Es geht auch nicht darum, das Handy abzuschaffen und nein, es handelt sich um keinen Komplott gegen Algorhythmen. By the way: Wer weiß eigentlich, was das wirklich ist?

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