Wenn jeder/e tun und lassen könnte, was er/sie möchte, dann wären wir alle frei und vielleicht vollkommen glücklich. Mag sein, dass die kommende Cyberwelt uns diese Freiheiten geben wird, mag sein, dass das Internet uns offener und glückseliger werden lässt, was aber, wenn die lange ersehnte Freiheit plötzlich öde und langweilig wird, weil sie keine Grenzen kennt und schrankenlos kein Ende spüren lässt?

Die Vorstellung von der absoluten Freiheit ist genauso problematisch wie die Idee einer absoluten Kontrolle. In dem Moment, da wir die völlige Grenzenlosigkeit erreicht haben, wird die Unendlichkeit zur Farce...wie der Dauerorgasmus keinen wirklichen Höhepunkt mehr bedeuten würde. Was braucht es also?

Menschen werden immer älter und wollen immer jünger bleiben. Wer mit 60 noch juppyhaft durch die Gegend läuft, gibt sich den Anschein des ewig Jugendlichen und verliert aus den Augen, weshalb er/sie den Planeten bevölkert.

Trotzdem gibt es kein Entkommen, die irdische Zeit ist endlich und droht mit der Angst vor dem schweren Finale. Niemand möchte länger leiden, und doch ist das Leiden zentraler Bestandteil des Lebens. Ohne Leiden keine Weisheit. Der geeignete Umgang mit den Nöten führt zu neuen Erfahrungen, die in Leidenchaft münden können.

Heute ist ein Tag zum SOSEIN, zum einfach nur so Dazusein: Ein SOSEIN-DASEINSTAG. Ein Tag ohne Funktion und Auftrag. Ein Tag der Muse. Keine Faulenze, keine Sinnlosigkeit, sondern ein Tag der Betrachtung. Es ist ein Tag, an dem ich die einfache Gemeinschaft liebe, diejenige, die nur so herumschwätzt und nichts besonderes erreichen möchte, die sich gegenseitig belustigt und genießt, dass die Kinder gesund und quirlig sind.

Ein solcher Sosein-Tag ist kein Alltag. Er ergibt sich aus bewussten Entscheidungen, die bestimmten Voraussetzungen gehorchen. Wenn er dann da ist, dann ist er einfach so da.

Die Welt hat sich in den letzten 50 Jahren tatsächlich verändert: Anstatt mit stinkenden, laut röhrenden, Rauschschwaden hinterlassenden Mofas durch die Straßen zu kreuzen, haben sich elegante E-Bikes etabliert. Sie lärmen nicht, und sie verursachen auf den ersten Blick auch keine Immissionen. Sie sorgen für die Mobilität von Tausenden, die sich sonst nicht oder nur begrenzt auf ein normales Fahrrad trauen würden. In der Tat sind sie trotz des notwendigerweise zu erzeugenden Stroms (z.B. aus Stein- oder Braunkohle) eine Bereicherung im Rahmen der Ökologisierung unserer Mobilität.

Trotzdem sollte dabei nicht vergessen werden, dass sie aus unilogischer Sicht lebensfeindlicher sind - wegen der unökologischen Stromerzeugung (das gilt auch für Solarstrom, wegen der notwendigen Solarplatinenproduktion!) - als herkömmliche Fahrräder.

Deshalb sollter wir nochmals reflektieren...

Seit Jahrhunderten schwelt der Streit zwischen Vegetarier*Innen, Veganer*Innen und Carnivoren...(und es gibt weitere Abstufungen). Es gilt als schick kein Fleisch zu essen und die armen Tiere zu verschonen, denn sie besitzen Geist und Seele und bedürfen des Schutzes. Es gilt als ökologisch die Tiere vor dem Verzehr zu bewahren, denn sie werden dann nicht gequält und produzieren keine umweltschädlichen Gase...

Die Diskussion wird teilweise sehr emotional geführt und beide Seiten haben ihre Argumente. Aus unilogischer Sicht ist jedoch sowohl den Fleischfresser*Innen, als auch den Nicht Fleischfresser*Innen ein Existenzrecht einzuräumen. Die reinen Pflanzenfresser*Innen vernichten ebenso Leben, wie es puristische Fleischfresser*Innen tun.

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