Unilogon Gruppe

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Die Depression und der Baum

Wenn es innerlich regnet und die äußeren Sonnen ihre Stahlkraft verloren zu haben scheinen, wenn die Tage eintönig und die Arbeit mühseelig wird, dann ist es Zeit sich über sein Verhältnis zu seiner depressiven Veranlagung klar zu werden. Dann kann es nämlich sein, dass die Verzweiflung und die Verunsicherung, die Verwirrung und der Vertrauensverlust so stark werden, dass das Leben zu schwimmen beginnt - in einem schwarzen See, in einem schwarzen Loch oder im Nichts. Dann braucht es Säulen und Bögen zum Festhalten, damit die Füße nicht im Abgrund verschwinden, damit der Körper nicht im freien Fall zum harten Aufschlag kommt.

Dann ist die Zeit des Unilogons gekommen, wenn es denn bereits im Bewusstsein eine Saite gefunden hat, die es zum Erklingen bringen kann. Depression und Verzagen, Erschöpfung und chronische Müdigkeit kennzeichnen die modernen Industriegesellschaften. Als der amerikanische Soziologe Erich Fromm vor über 40 Jahren Wege aus einer kranken Gesellschaft beschwor, war noch nicht absehbar, welche Ausdehnung die schwarze Seite der reichen Nationen erreichen würde. Jetzt zeichnet sich ab, was seit Jahrzehnten ersichtlich war: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein und auch nicht von einer geistlosen Philosophie der Maximierung materiellen Reichtums!"

Das zu wissen ist kein Selektionsvorteil, viel eher ein Nachteil und eine Wachstumsbremse. Trotzdem brauchen wir eine Weiterentwicklung in Richtung "Nachhaltigkeit", "Naturbezogenheit" und ""Biologischer Vielfalt". Wir müssen die Bäume ernster nehmen und die Karrossen unwichtiger machen. Wir müssen voranschreiten hin zu einem ökologischen Umbau der Gesellschaften mit Hightech und Ressourcenschonung, mit Verlangsamung und Bescheidung. Der Mangel an Demut und Zurückhaltung sorgt aktuell für tragische Entwicklungen (Fukoshima ist das letzte Beispiel). Die Vernachlässigung des Geistigen und die Allmacht des Materiellen führen zu einem Kampf der Giganten, den keiner gewinnen wird. Wir benötigen den Ausgleich, den friedlichen und den welterhaltenden. Die unilogische Sicht unterstützt diesen Prozess und fördert die Kräfte des Guten.

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