Ich wurde in den vergangenen Jahren immer wieder dafür angegriffen, dass ich Geld verlangt habe - für meine Ideen. Grundsätzlich sind Ideen kostenfrei. Sie unterliegen keiner künstlichen Begrenzung. Da etwa 33 Prozent der Menschheit als indifferent einzustufen sind - ihnen ist sehr Vieles oder fast alles "scheiß egal" - macht es Sinn, sie für diese Gleichgültigkeit zur Kasse zu bitten.

Unilogon folgt einer Verantwortungsethik. Wer sich seiner Verantwortung nicht bewusst ist, muss kein schlechter Mensch sein. Er/sie lebt einfach, und das darf so sein. Wer jedoch eine gewisse Verantwortung für sich, das Leben und die Erde wahrnimmt, der/die muss auch leben dürfen. Deshalb ist die monetäre Belohnung für die Wahrnehmung von Verantwortung sinnvoll.

Wer sich durch Europa bewegt, der/die wird feststellen, dass es die Gleichheit nicht gibt. Arm und Reich vegetieren und genießen gemeinsam, was sich ihnen bietet. Die einen mögen faul und bequem sein, weil sie geerbt haben. Sie haben ein luxuriösen und angenehmes Leben - fernab aller Sorgen. Die anderen mögen faul sein und bequem, deshalb eben geld- und mittellos und...

Wir kennen diese Vorurteile und Klischees. Trotzdem bleibt die Frage, was zu tun ist, damit die Schere nicht zu groß wird? Soziale Ungerechtigkeit birgt das Risiko sozialer Unruhen!

Es gibt sie nicht "die Franzosen", aber es gibt die vom Jura bis Südfrankreich (das ist die Strecke die wir in den vergangenen drei Tagen gemacht haben) vorhandene, gelassene Freundlichkeit. Es gibt auch die kleinen, sich allmählich leerenden Dörfer und die lustvollen Metropolen mit den bekannten sozialen Problemzonen. Und es gibt eben die vielen Dinge, die wir gelegentlich aus der falschen Perspektive wahrnehmen - eben falsch herum... (das kleine Titelbild ist übrigens aus Lyon - in einer mehrfach ungewöhnlichen Perspektive)

Die existenzielle Psychotherapie eines Irvin Yalom (*1931, Stanford University) hat die Todesangst zum Thema. Tägliche Botschaften aus den Zeitungsspalten sprechen vom Ende manchen Lebens. Die Zerbrechlichkeit des Irdischen ist uns dann spürbarer, wenn uns nahestehende Menschen den Planeten verlassen. Allerdings führt die Nähe des Todes zu einem bewussteren Leben.

Jüngere Menschen werden spätestens hier zu lesen aufhören: Der Tod scheint zu weit entfernt. Der Schein trügt jedoch...

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