Wenn die Liebe das Leben bestimmt, dann gibt es keine Missgunst und kein Ereifern mehr, dann siegen die sanften Töne vor den rauhen und dann gewinnt meist das Gute, Integrative. Wenn die Liebe ihre Regentschaft antritt, dann gilt:

Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. / Sie ereifert sich nicht, / sie prahlt nicht, / sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, / sucht nicht ihren Vorteil, / lässt sich nicht zum Zorn reizen, / trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, / sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. (1.Korintherbrief 13,1–13 Paulus von Tarsus)

Wenn die Liebe die Seele erreicht, dann erhält das Leben eine ganz neue Qualität.

Wer kennt das nicht? Jemand nutzt die Gutmütigkeit des anderen. Die soziale Ader oder das schlechte Gewissen des Gegenüber sind leichte Beute für Wünsche und Erwartungen bestimmter Menschen. Doch wann ist eine Erwartung zu hoch angesetzt? Wann wird eine soziale Leidenschaft zu gnadenlos ausgenutzt? Zuerst ist der objetivierbare Status des Mitmenschen einzuschätzen. Dazu bedarf es für alle gültige Merker oder Prämissen, die eine Objektivierung möglich machen. Nicht jeder Nutzen ist auch wirklich für alle ein Nutzen. Was dem einen nützt und Freude bringt, ist des anderen Leid. So schwankt also die Skala des objektivierbaren Nutzens je nach Betrachtungswinkel und Beurteilungsmaxime.

Ist alles nur relativ und gibt es keine Möglichkeit sich eine sichere Position zu verschaffen?

Da ich selbst zu den Scheinheiligen gehöre, fällt es mir leicht zu diesem Thema zu schreiben. In der Tat gebe ich mich besser - scheine also besser - als ich in Wirklichkeit bin. Ich bin bemüht ein gutes Bild nach außen abzugeben und kümmere mich um soziale Belange anderer. Dabei rechne ich mir bestimmte Dinge besonders hoch an und verweise auf die entsprechende Leistung, indem ich bescheiden den Kopf senke und sie gleichzeitig relativiere. Als Pharisäer folge ich also einer Doppelmoral, gebe etwas vor, was ich in Wirklichkeit nicht umsetze. Manchmal gebe ich mich besonders freundlich oder behaupte nichts gewusst zu haben. Oder wussten Sie als aufgeklärte/r StaatsbürgerIn, dass täglich Menschen an Hunger sterben,  dass über 68 Millionen Menschen als Vertriebene gelten und dass es unzählige Krankheiten gibt, die unsere Population dezimieren? Natürlich wussten Sie, dass es Zahlen dazu gibt, und ja, Sie waren sich im Klaren, dass wir nicht alles im Lot haben auf dieser Welt. Und ganz sicher wussten Sie auch, dass Corona keine Spanische Grippe ist und auch keine Grippeepidemie von 2017/18 in den Schatten stellen kann. Die Zahlen von Corona reichen nicht an die durch Tuberkulose Betroffenen, die HIV-Erkrankten, die Lepra- und Cholerakranken, aber mittlerweile an die mit Pneumokokken, Hepatitis, oder gar Meningokokken und Keuchhusten Erkrankten heran.

Weshalb also scheinheilig vorgeben, dass die größte aller Katastrophen im Anmarsch sei, wo doch der ganz normale Wahnsinn regiert?

Corona-MassenWas wir weltweit erleben, ist die logische Folge einer bereits zyklischen Wirtschaftskrise. Die Weltgemeinschaft schwört auf Profit um jeden Preis, auf Wachstum und auf das gnadenlose Recht des/der Stärkeren. Solange wir Waffen gegen unsere Nachbarn bauen, Territorien willkürlich erweitern und die Vorherrschaft anstreben, wird es auf diesem Planeten keinen Raum für Menschen geben. Wir werden uns schlußendlich selbst eliminieren. Die Auslöschung wird über die Zerstörung der Ökosphäre geschehen. Indem wir den Jahrttausende alten Klimazyklus ruinieren, zerstören wir unsere Lebensgrundlagen. Wetterveränderungen und riesige Menschen-Flucht-Ströme werden für ein weltweites Chaos sorgen. Die liberalen sozialen Gefüge werden in rigorose Autoritätssysteme münden, die alle lebenswerte Freiheit beschneiden. Rationierungen und nachfolgende Dissoziation werden uns auf eine mittelalterliche Entwicklungsstufe zurückwerfen.

Damit diese Szenarien niemals eintreten, müssen wir JETZT verstehen, was wirklich notwendig ist und das Ruder herumwerfen:

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