Es gibt sie nicht "die Franzosen", aber es gibt die vom Jura bis Südfrankreich (das ist die Strecke die wir in den vergangenen drei Tagen gemacht haben) vorhandene, gelassene Freundlichkeit. Es gibt auch die kleinen, sich allmählich leerenden Dörfer und die lustvollen Metropolen mit den bekannten sozialen Problemzonen. Und es gibt eben die vielen Dinge, die wir gelegentlich aus der falschen Perspektive wahrnehmen - eben falsch herum... (das kleine Titelbild ist übrigens aus Lyon - in einer mehrfach ungewöhnlichen Perspektive)

Die existenzielle Psychotherapie eines Irvin Yalom (*1931, Stanford University) hat die Todesangst zum Thema. Tägliche Botschaften aus den Zeitungsspalten sprechen vom Ende manchen Lebens. Die Zerbrechlichkeit des Irdischen ist uns dann spürbarer, wenn uns nahestehende Menschen den Planeten verlassen. Allerdings führt die Nähe des Todes zu einem bewussteren Leben.

Jüngere Menschen werden spätestens hier zu lesen aufhören: Der Tod scheint zu weit entfernt. Der Schein trügt jedoch...

In der Tat gibt es einige wenige Menschen, die in Deutschland soviel verdienen wie die Hälfte des Volkes zusammen. Dies wird keine Vorrede mit Neidmotiv und hat auch nicht zum Ziel diesen wenigen das Leben madig zu reden. Die folgenden Sätze sollen zum Nachdenken anregen bezüglich der Chancen, die vertan werden, weil das überschüssige Geld auf Banken oder in Kellern zu liegen kommt. Die Frage lautet also: Ist es heutzutage noch würdig, dass große Summen an Geldmitteln gleichsam "tatenlos" vergammeln, während andere Menschen ihre Ideen wegen Geldmangels nicht umsetzen können?

Die meisten kennen das Problem: Ein falsches Wort, eine tolpatschige Bewegung und der Tag ist gelaufen. Wir bringen Mitmenschen zur Weißglut oder sorgen für ungeziemte Reaktionen. Aber unsere Absicht war ursprünglich keinesfalls die Tagestragödie - die sich dann aber gerne einstellt.

"Wo ist meine Tasche?" Unruhig läuft sie durch den Flur. "Da, wo du sie gestern liegen gelassen hast!" Er blickt von der Zeitung auf und lächelt kopfschüttelnd. "Das kann doch nicht sein....!" Sie wirkt verzweifelt, weil die Nachbarin, Frau Weber gleich kommen wird, um die Utensilien abzuholen (eben die, die sich in der Tasche befinden). "Denk doch mal nach, wo hast du sie denn hingestellt?" Er wirkt eher gelangweilt. "Sie müsste eigentlich hier im Flur stehen!" Sie blickt starr auf das Regal und wird immer ungehaltener. "Na ja, dann sag' ihr doch, dass du sie nicht findest."

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