...kann eigentlich in der postmodernen Gesellschaft niemand. Wir haben uns zu Sklaven unseres Wohstands gemacht und funktionieren nach dem Rhythmus der von uns geschaffenen Technik. Einige haben bereits nach der Geburt finanziell ausgesorgt. Für die sind diese Zeilen nicht gedacht. Die anderen regieren oder elaborieren, was sie am Leben erhält. Sie laufen Ideen und Grundeinstellungen, Ideologien und Fanatismen, Glaubensgrundsätzen und anderem Anerzogenem hinterher. Sie suchen den Spaß und finden die kurzweilige Abwechslung im Angebot der Industriegesellschaft - die wirkliche Befriedigung finden sie nicht.

Die Amerikaner tanzen um ihren narzistischen Präsidenten herum. Die Iraner klagen über extremes Unwohlsein ob der massiven Lügen ihrer Mullahs. Die Polen verlieren ihre Gewaltenteilung und die Ungarn verkaufen ihre Seelen an die Chinesen, die sich vorerst aufgemacht haben die ökonomische Welt zu erobern, während Deutschland im grünen Auftrieb die Ernsthaftigkeit der Gesamtlage verkennt. Die ganze Welt ist im Umbruch. In Afrika und in vielen anderen Erdteilen toben sinnlose Bürgerkriege, die von Machtinteressierten angeheizt und am Laufen gehalten werden. Es geht um Rohstoffe, aber viel mehr um das Geld, das sich damit verdienen lässt. Es bedeutet Macht und Einfluss und ist doch völlig wertlos in Anbetracht der widrigen Aussichten für die gesamte Weltbevölkerung. Zu pauschal, werden einige LeserInnen sagen...

Wer hat nicht schon einmal über den Ausstieg aus dem alltäglichen Hamsterrad nachgedacht? Wer wollte nicht schon längst einmal genau das machen, was er/sie schon immer sehnsuchtsvoll über Jahre in sich trägt?

Oder ist es nur eine kleine Minderheit, die sich für ein freies und selbstbestimmtes Leben interessiert, die auf die kostspieligen Annehmlichkeiten verzichten möchte, die der hohe Verdienst aus abhängiger Tätigkeit garantiert?

Auf jeden Fall gibt es wesentliche Gründe es nicht zu tun: Familie, Kinder, Angst und finanzielles Unvermögen

'Was also tun' sprach Zeus und legte sich auf die Matratze.

Am 26. Mai waren Gemeinderats -Kreistags- und Europawahlen. Jungwähler*Innen durften bereits ab 16 Jahren für den Gemeinderat abstimmen. Die Ergebnisse sprachen für sich. Die Konservativen mussten Land abgeben, während die Grünen ihren Siegeszug fortsetzten. Sie setzten ihn deshalb fort, weil sie bereits seit 30 Jahren am Siegen sind und sich seitdem unaufhaltsam in die Mitte der Gesellschaft drängen und dabei die SPD ablösen. Neben dem Versickern der SPD zeigen sich aber zwei weitere Phänomene: Zum einen gewinnen Ultrakonservative zeitweise an Kraft (AfD und in geringerem Maße der linke Rand) und zum anderen verliert die CDU ihre bisherige Stammwählerschaft durch Überalterung.

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