Die Welt hat sich in den letzten 50 Jahren tatsächlich verändert: Anstatt mit stinkenden, laut röhrenden, Rauschschwaden hinterlassenden Mofas durch die Straßen zu kreuzen, haben sich elegante E-Bikes etabliert. Sie lärmen nicht, und sie verursachen auf den ersten Blick auch keine Immissionen. Sie sorgen für die Mobilität von Tausenden, die sich sonst nicht oder nur begrenzt auf ein normales Fahrrad trauen würden. In der Tat sind sie trotz des notwendigerweise zu erzeugenden Stroms (z.B. aus Stein- oder Braunkohle) eine Bereicherung im Rahmen der Ökologisierung unserer Mobilität.

Trotzdem sollte dabei nicht vergessen werden, dass sie aus unilogischer Sicht lebensfeindlicher sind - wegen der unökologischen Stromerzeugung (das gilt auch für Solarstrom, wegen der notwendigen Solarplatinenproduktion!) - als herkömmliche Fahrräder.

Deshalb sollter wir nochmals reflektieren...

Heute ist ein Tag zum SOSEIN, zum einfach nur so Dazusein: Ein SOSEIN-DASEINSTAG. Ein Tag ohne Funktion und Auftrag. Ein Tag der Muse. Keine Faulenze, keine Sinnlosigkeit, sondern ein Tag der Betrachtung. Es ist ein Tag, an dem ich die einfache Gemeinschaft liebe, diejenige, die nur so herumschwätzt und nichts besonderes erreichen möchte, die sich gegenseitig belustigt und genießt, dass die Kinder gesund und quirlig sind.

Ein solcher Sosein-Tag ist kein Alltag. Er ergibt sich aus bewussten Entscheidungen, die bestimmten Voraussetzungen gehorchen. Wenn er dann da ist, dann ist er einfach so da.

Seit Jahrhunderten schwelt der Streit zwischen Vegetarier*Innen, Veganer*Innen und Carnivoren...(und es gibt weitere Abstufungen). Es gilt als schick kein Fleisch zu essen und die armen Tiere zu verschonen, denn sie besitzen Geist und Seele und bedürfen des Schutzes. Es gilt als ökologisch die Tiere vor dem Verzehr zu bewahren, denn sie werden dann nicht gequält und produzieren keine umweltschädlichen Gase...

Die Diskussion wird teilweise sehr emotional geführt und beide Seiten haben ihre Argumente. Aus unilogischer Sicht ist jedoch sowohl den Fleischfresser*Innen, als auch den Nicht Fleischfresser*Innen ein Existenzrecht einzuräumen. Die reinen Pflanzenfresser*Innen vernichten ebenso Leben, wie es puristische Fleischfresser*Innen tun.

Wer meint Gutes zu tun, bezeichnet sich gelegentlich auch als selbstlos. Dahinter steckt jedoch meist eine Art Selbstwerdung. Wirklich selbstlos Gutes zu tun, käme der Selbstaufgabe gleich. Da es auf diesem Planeten um Selbstwerdung und Selbstermächtigung geht, kann die Selbstaufgabe kein Ziel sein. Gutes zu tun wirkt besser, wenn das Ego im Hintergrund bleibt. Hier liegt die Schnittstelle. Wer Millionen verschenkt oder jährliche Spendenshows arrangiert um großformatig in den Medien zu erscheinen, der/die hat nur begrenzt Gutes im Sinn. Hier geht es um Öffentlichkeitsarbeit und persönliches Gutmenschentum. In der Summe ist es besser als Kriegswaffenherstellung, aber eben keineswegs ohne egoistischen Hintergedanken.

In vielen Fällen hat selbstloses Gutmenschentum auch mit anderen psychologischen Grundgegebenheiten zu tun:

  • die Bewältigung von Trauer
  • die Ablenkung von negativen Aktivitäten
  • eine verquere Selbstwahrnehmung
  • ein narzistisches Bedürfnis nach Anerkennung

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